Cali, Baby! Vegan Essen an der Westküste.

First things first: Am wichtigsten ist doch (fast) immer das Essen. Bevor ich euch also von meinem restlichen Cali-Trip erzähle, der jetzt schon wieder viel zu weit zurückliegt und viel zu wunderbar war, um ihn überhaupt in Worte zu fassen, lest ihr heute mein Best of der veganen Restaurants, die ich an der Westküste ausprobiert habe.

Eating out: Vegan Restaurants along the US West Coast | WHAT PIXIES WEAR

CAFE GRATITUDE | VENICE

Ah, unser erster Abend in Venice, wir waren einfach nur erschöpft und hungrig und wurden gleich beim Eintreten in das Restaurant von unserer Kellnerin für den Abend überschwenglich begrüßt und mit bemerkenswerter Energie im Gratitude Cafe willkommmen geheißen. Alle Gerichte hier sind nach Adjektiven benannt und man bestellt dementsprechend – ich hatte mich für Vor- und Hauptspeise entschieden also hieß es für mich: „I am feliz and honest.“ Honest war übrigens das beste Tempeh Reuben Sandwich, das ich je hatte! Auch eine Question of the Day gibt es täglich im Gratitude, die für diesen Abend lautete: „What is beautiful in your life right now?“
Ich glaube, man liebt oder hasst dieses Restaurant – nicht umsonst wird es in Reviews oft als pretentious beschrieben. Wir haben an den Nachbartischen einige Gesprächsfetzen über Yogaklassen und gesunde Ernährung aufgeschnappt, während wir auf unser 100% organic plant-based food gewartet haben, das durch und durch hervorragend war. Eine absolute Empfehlung meinerseits!

FLORE | SILVER LAKE

Vegan sandwich | Flore
Veganes Sandwich | Flore

Das Flore in Silver Lake fällt ganz klar in die Kategorie casual. Rückblickend betrachtet habe ich auf unserem Roadtrip so viele Tempeh Sandwiches gegessen, wie noch nie zuvor – eines der besten davon, nämlich eine vegane Pastrami-Variation, hatte ich im Flore, auf das wir eher zufällig gestoßen sind, weil wir eben gerade in Silver Lake vom Hunger gepackt wurden. Das Cafe ist klein aber fein und existiert bereits seit über neun Jahren. Warum der Kartoffelsalat in allen online Reviews so gefeiert wird, kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber ihre Sandwiches können es definitiv mit allen höherpreisigen Restaurants, die wir in den drei Wochen besucht haben, aufnehmen.

SEED | VENICE

Mein erster Breakfast Burrito! Das Seed liegt ganz in der Nähe der Strandpromenade von Venice Beach und war so der perfekte Ausgangspunkt für unseren ersten Tag in Venice (an dem ich übrigens ganz gelassen am Meer entlang spazieren und superlässig snapchatten wollte, als ich unerwartet von einer Welle erwischt und bis zu den Knien nass wurde). Frühstück wird den ganzen Tag über serviert und schmeckt ausgezeichnet – rein wegen den Ambientes würde ich das Cafe aber wohl nicht besuchen und auch ein Foto meines (köstlichen!) Burritos in seiner Box aus Bioplastik erspare ich euch an dieser Stelle. ;) Im Gegensatz zum Gratitude Cafe vom Abend davor, passt „unpretentious“ hier ganz gut.

MESA VERDE | SANTA BARBARA

Vegan chocolate cake | Mesa Verde vegan restaurant in Santa Barbara | WHAT PIXIES WEAR
Chocolate Cake | Mesa Verde

Das Mesa Verde in Santa Barbara habe ich schon von zu Hause aus vorgemerkt, nachdem ich es auf Instagram entdeckt habe. Das Restaurant direkt an der Mesa Street bietet ein große Auswahl an frisch gekochten veganen Köstlichkeiten an, von Klassikern wie Hummus und veganen Burgern bis hin zu den allseits beliebten Bowls. Wir hatten uns an unserem zweiten Abend in Kalifornien für Pulled Mushroom (köstlich!) und den Umami Burger entschieden. Die Auswahl aus drei verschiedenen Desserts danach (für uns: Chocolate Cake with Mousse au Chocolat, Chocolate Sauce, Chocolate Chunks and Cocoa Powder) fanden wir zwar nicht besonders groß, aber auf jeden Fall ausreichend und abwechslungsreich.

Das Mesa Verde ist übrigens – wie einige andere Restaurants in dieser Liste – ein vegetarisches Restaurant, das hauptsächlich vegane Speisen anbietet. Die wenigen Gerichte auf der Karte, die Milchprodukte enthalten, lassen sich auf Wunsch jedoch meist vegan zubereiten und sind immer ganz eindeutig gekennzeichnet.

SATURN CAFE | SANTA CRUZ

Darauf hatte ich ich schon richtig gefreut: Das Saturn Cafe in Santa Cruz ist im Stil eines American Diners eingerichtet und auch die Karte orientiert sich daran, nur eben in vegetarisch/vegan. Ja, manchmal bin ich so ein richtiger Touri. Was habe ich mich gefreut, als ich meinen ersten veganen Milchshake in den Händen hielt (und ja, er war ziemlich gut – Mint Milkshakes FTW). Sogar extra Eiscreme, vegane Sahne und Schokosauce gab’s dazu. Und das an einem Tag, an dem ich den ganzen Tag schon recht ungesund gegessen hatte und beim Abendessen eigentlich ein wenig zurückstecken wollte. Da hatte ich aber mit der umfangreichen Burgerkarte nicht gerechnet. Der California Burger war wirklich ausgezeichnet, mit Beilage (Black Beans) und dem Milchshake dann aber doch ein wenig zu viel.

GRACIAS MADRE | SAN FRANCISCO

Vegan peach cobbler | Gracias Madre vegan Mexican restaurant in San Francisco | WHAT PIXIES WEAR
Peach Cobbler | Gracias Madre

Eines meiner persönlichen Highlights! Wann immer ich bis jetzt mexikanisch-vegan gegessen hatte, war es ausschließlich von mir selbst gekocht. Das sollte sich an unserem letzten Abend in San Francisco ändern: Das Gracias Madre im Mission District serviert rein vegane, mexikanische Köstlichkeiten im legeren Ambiente. Wer hingehen möchte, sollte übrigens unbedingt reservieren, als Spontanbesucher muss man durchaus mit Wartezeiten rechnen. Ich bin nicht nur Fan ihres fantastischen Peach Cobblers, sondern auch des leicht verwirrten Kellners: „I am pretty sure that tonight, the peach cobbler is half peach and half apricot.“ – „Oh, that’s alright.“ – „Right… just another… delicious… *think*… fruit.“ :D

VEGANE AUSWAHL | SUPERMÄRKTE IN KALIFORNIEN

Schon allein des Frühstücks wegen und auch, weil wir uns nach einigen Tagen an der Küste auf den Weg ins Innere des Landes, die Sierra Nevada und Yosemite gemacht haben, haben wir uns für ein paar Tage mit Grundnahrungsmitteln und Fertigprodukten (ziemlich unsexy, I know!) eingedeckt. Vor der Abfahrt aus San Francisco haben wir bei Whole Foods noch einmal groß eingekauft, denn die Auswahl dort ist unschlagbar. Die Preise sind es allerdings nicht. Warum so viele Amerikaner ständig essen gehen und kaum selbst kochen war mir zuvor immer in Rätsel gewesen, seit ich die Preise für echtes Essen (frisches Biogemüse, Vollkornprodukte, etc.) gesehen habe, weiß ich Bescheid. Für drei Tage haben wir gut 150$ hingelegt. Und nein, wir haben nichts super Spezielles besorgt.

Das mit dem Eindecken wäre gar nicht nötig gewesen, wie wir bald festgestellt haben: In jedem noch so kleinen Kaff gibt es vegane Milchalternativen, Tofu, Hummus, Guacamole, die freshesten Avocados und noch so viel mehr. Ihr braucht euch also – auch wenn ihr in ländlichen Gebieten unterwegs seid – absolut keine Sorgen darüber zu machen, ob ihr dort etwas zu essen findet.

Wart ihr selbst schon an der Westküste unterwegs? Gab es Restaurants, die euch in Erinnerung geblieben sind? Ich möchte auf jeden Fall wieder hin – es gibt so viel, das ich noch nicht gesehen habe – und ich beginne gerne schon mal mit dem Vormerken neuer Restaurants für den nächsten Trip.